Markantun de Dominis - Theologe und Physiker, bewundert von Newton und Goethe
2010  UNESCO Jahr  von Marko Antun de Dominis
450-Jahrestag der Geburt von Marko Antun de Dominis, Philosoph und Wissenschaftler (1560-1624)

Marcantun de Dominis z.B.. Marco Antonio de Dominis wurde  1560 (das genaue Datum ist nicht bekannt) auf der Insel Rab geboren (der lateinische Name der Insel ist Arbe).  Sein Vater Jerko de Dominis erwarb sein Doktorat der Rechte in Padua und arbeitete als Rechtsanwalt in Venedig.  Marco Antonio zeigte schon fr?h Begeisterung und Talent f?r das Lernen und wurde daher an das Collegium Illyricum der Jesuiten in Loreto gesendet, wo er auch in den Orden der  Jesuiten eintrat. Sp?ter verlie? er den Orden (und wurde schlie?lich ein Apostat), aber nicht bevor, die er die volle Ausbildung hatte. Danach studierte er in Verona.  1588 ging er nach Padua um Mathematik zu unterrichten. Er verbrachte in Padua zwei sehr erfolgreiche Jahre, wo seine Vortr?ge viele Studenten anzogen. Nachdem die Hochschule der Jesuiten in Padua geschlossen wurde, ging Dominis nach Brescia, wo er Rhetorik, Logik und Philosophie unterrichtete.


Dominis Palast
Sein heutiger Ruf beruht  jedoch auf seiner Arbeit in Padua.
Einige seiner Forschungen in Physik,  besonders in der Optik, die 1611 ver?ffentlicht wurden ( "Tractatus de radiis visus et lucis in vitris, perspectivis et iride"), erhielten  breiten Beifall und wurden sp?ter von Newton gepriesen.
1600, bereits Bischof, wurde er an der Universit?t von Padua zum Doktor der Theologie promoviert.
 1596 wurde er, durch den Einflu? von Kaisers Rudolf II Bischof von Zengg (Segna, Seng, Senj) und Modrus in Dalmatien (Aug., 1600) und  nach Split entsandt (November, 1602). Er wurde auf spezielles Verlangen des Kapitels von Split zum Erzbischof ernannt und dort mit Begeisterung empfangen, da er der erste Dalmatiner wat, der diesen Posten nach fast 200 Jahren  venetianischer Herrschaft erhielt. Seine Arbeit in fing gut an, aber die letzten Jahre seiner Zeit dort, waren mit Streit und Konflikten mit seinem eigenen Klerus, besonders mit dem Bischof von Trogir, ausgef?llt, mit dem er gezwungen war, einen Teil seines Einkommens zu teilen.
Was de Dominis in das Scheinwerferlicht der europ?ischen ?ffentlichen Meinung holte, war seine Rolle in dem Konflikt zwischen Rom und der Republik Venedig, der 1606 wegen des Versuchs des Papstes ausbrach, seine Autorit?t ?ber das Gesetz zu stellen. Er stellte sich auf die Seite Venedigs, auf dessen Territorium  er  lebte.
Dieser Umstand, zusammen mit einer Korrespondenz mit Fra Paolo Sarpi und den Konflikten mit seinem Klerus und anderen Bisch?fen, gipfelte im Verlust eines wichtigen finanziellen Teiles f?r die r?mische Kurie, f?hrte dazu da? er sein Amt 1615 zugunsten eines Verwandten aufgab und  schlie?lich nach Venedig ging.

Seit Beginn des Streites zwischen Venedig und Rom, war de Dominis an der Frage der Beziehung zwischen Kirche und Staat interessiert.
Nachdem sich hartn?ckig das Ger?cht verbreitete, da? er ein Dokument gegen die Kurie vorbereite,  wurde de Dominis nach Rom geladen, um dort seinen Standpunkt zu erkl?ren. Er entschied sich aber daf?r, nicht zu antworten, sonbdern statt dessen in die Schweiz zu gehen, von wo aus er an die Venetianische Regierung schrieb, da? er aus Furcht vor Repressalien durch die Inquisition weg gegangen sei. Er wolle ja nichts anderes sagen als die  Wahrheit.

Bedroht durch die Inquisition, bereitete er sich darauf vor ein Apostat zu sein und trat mit dem englischen Botschafter nach Venedig, Sir Henry Wotton, in Verbindung und erhielt die Zusicherung in England willkommen zu sein, wenn er durch seine Erzdi?zese exkommuniziert w?rde.
Er ging 1616 nach England.Auf seinem Wege dorthin, ver?ffentlichte er in Heidelberg einen heftigen Angriff auf Rom: " Scogli del Cristiano naufragio " (" der Felsen von christlichem Schiffbruch "), der sp?ter in England  neugedruckt wurde.Eine der interessantesten Aussagen in diesem Dokument ist das Bekenntnis de Dominis, den es immer dazu zog, verbotene Literatur zu lesen - da? er glaube, da? sie etwas an Wahrheit enthalten mu?.Dieser ein Standpunkt veranschaulicht bewundernswert die Unabh?ngigkeit des Denkens von de Dominis.

Nach seinem Abfallen von Rom ist de Dominis am 26. Dezember 1616 mit gro?em Pomp in London angekommen - dem Jahr, in dem Shakespeare gestorben ist -  und wurde von James I mit  ge?ffneten Armen empfangen.Er quartierte ihn beim Erzbischof von Canterbury ein, ersuchte die anderen Bisch?fe, ihm eine Pension zu zahlen und bewilligte ihm die Nachfolge f?r den Erzbischof von Canterbury und von York. Vier Tage nach dem gro?artigen Willkommen, stand de Dominis, nach dem Protokoll der damaligen Zeit, an der  f?nften Stelle in der Hierarchie nach K?nig James.

Er trat in London zur anglikanischen Kirche ?ber und wurde 1618 Master im Savoy Hospital, dann Rektor dieser Kapelle und 1619 Dekan von Windsor.

1617 lehrte er in Cambridge und in Oxford.
De Dominis schrieb eine Anzahl von anti-Rom Predigten, die in seinem Hauptwerk ver?ffentlicht sind, "De Republica Ecclesiastica contra Primatum Papae (Gedruckt: Vol. 1, 1617; Vol., II, 1620, London; Vol., III, 1622, Hanover)
Er beteiligte sich und unterst?tzte die Konsekration von George Montaigne als Bischof von Lincoln, am 14. Dezember 1617.
De Republica Ecclesiastica war nicht nur gegen die p?pstliche Sicht  und die kirchliche Verwaltung gerichtet, sondern auch gegen einige Lehren der Kirche. Seine zentrale Aussage war, da? die Kirche auf einer f?deralen Grundlage reorganisiert werden sollte, anstatt ausschlie?lich zentral gesteuert zu werden. Das Buch wurde, ?berall in Europa, als eine au?ergew?hnlich wichtige Arbeit der Theologie, mit Beifall begr??t, da sie der Autorit?t  der katholischen Kirche einen schweren Schlag versetzen w?rde.

Es ist interessant, da? de Dominis das Wort "puritanisch"  ins Englische in seiner modernen Bedeutung einf?hrte. Es wurde fr?her nur in der theologischen Literatur verwendet und hatte eine sehr eingeschr?nkte Bedeutung.

Er war auch wegen seiner Arbeiten in der Physik und in der Optik sehr bekannt. Dominis f?hrte zahlreiche Experimente mit vom ihm selbst herstellten Ger?ten aus, meist  Glassch?sseln, die mit Wasser gef?llt wurden.
1611 ver?ffentlichte er in Venedig eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel: "Tractatus de radiis visus et lucis in vitris, perspectivis et iride", die die Objektive, Ferngl?ser, Linsen und den Regenbogen behandelte. Er erkl?rte die Theorie des Fernglases und die Erscheinung des Regenbogens. Er entdeckte einige  Eigenschaften des Lichtes (Brechung) und erkl?rte so die Farben des Regenbogens - mit der Theorie des Regenbogens lenkte er die Aufmerksamkeit auf die Tatsache, da? in jedem Regentropfen das Licht zwei Brechungen und dazwischen eine Reflexion erf?hrt. Isaac Newton zitierte Ihn zweimal in seiner Arbeit " Optik ", aber Historiker meinten, da? de Dominis von ihm zu viel des Lobes erhielte und schrieben die Verdienste  Descartes zu, weil de Dominis nicht die Entstehungsgeschichte des „?usserlichen“ Regenbogens erkl?rte.
Obwohl er heute kaum bekannt ist, hatte de Dominis einen sehr gro?en Einflu? auf die Gemeinschaft der Wissenschafter des 17. Jahrhunderts.

Seine Theorie von Wellen (" Euripus seu de fluxu et refluxu maris sententia ") basierte auf der Idee der Anziehungskraft zwischen dem Mond und der Erde, die sp?ter  in der Theorie Newtons ?ber die Gravitation best?tigt wurde.
Auf seiner Arbeit begr?ndet sich seine Ansichte bez?glich der Zeit, da? die Erde rund war. Er entdeckte auch das Ph?nomen der Beugung des wei?en Lichtes.

Sein Hauptinteresse jedoch galt dem Problem des europ?ischen Friedens und der Verbesserung der Kirche. De Dominis erreichte eine bedeutende Position in der Debatte zur Einheit der Kirche, einer Frage, die in letzter Zeit ebenfalls gro?es Interesse erzielt. Die Schriften von M. A. de Dominis wurden in ganz Europa bekannt und sofort in viele Sprachen ?bersetzt (aus dem Lateinischen ins Englische,  Franz?sische,  Deutsche und Polnische). Sie haben auch die Denker der oestlichen, orthodoxen Kirche beeinflu?t.

Nach sechs Jahren  Aufenthalt in England k?hlte seine Beziehung zur Kirche dort und dem K?nig selbst ab, obwohl er der Anglikanischen Kirche eine ihrer wichtigsten Waffen in der Lehre gab. Die erwartete spanische Heirat des Prinzen Charles, machte ihn um die Sicherheit  seiner Position in England besorgt  und noch mehr sogar beunruhigte ihn die Wahl von Gregors XV  zum Papst (9 Feb.,1621). Also nahm er Kontakt mit katholischen Diplomaten in England auf und erkl?rte seinen Wunsch nach Rom zur?ckzukommen. Schlie?lich erlaubte man ihm abzureisen. Sein Geld jedoch wurde von den M?nnern des K?nigs eingezogenen und erst herausgegeben, nachdem eine ?u?erst dem?tigenden Bitte pers?nlich an den K?nig erfolgte.

Sobald er aus England heraus war, wurden seine Angriffe auf die englische Kirche so heftig, wie sie es einst auf die r?mische gewesen sind , und in " Sui Reditus ex Anglii Consilium " (Paris, 1623) widerrief er alles, was er in seinem "Consilium Profectionis " (London, 1616) geschrieben hatte und erkl?rte, da? er absichtlich in allem gelogen hatte, was er gegen Rom gesagt hatte.Nach einem Aufenthalt von sechs Monaten in Br?ssel fuhr er nach Rom weiter. Er wurde gut in Rom empfangen und gebeten seinen Wiederruf vor einem Kardinal zu wiederholen und ihn in Form einer Brosch?re zu ver?ffentlichen. Dieses diskreditierte ihn vollst?ndig sowohl bei englisch und anderen Protestanten und auch bei  vielen katholischen Gegnern der weltlichen Macht des Papstes. Der venetianische Senat verbot die Verteilung der Flugschrift in seiner Republik.

Die Kongregation des hl. Offiziums entschied, da? ihm erst nach erfolgter Bu?e und dreifachem Abschw?ren vor der Inquisition in der Peterskirche, mit dem Strick um den Hals und im B??ergewand vor dem Konsistorium Absolution zuteil werden solle. Nach dem Tod Gregors XV. († 8.7. 1623), seines alten Freundes und Besch?tzers, wurde de Dominis verhaftet und der Inquisitionsproze? neu er?ffnet, vor dessen Abschlu? er aber in der Engelsburg starb.
Man gab ihm drei Monate Zeit, um seine Verteidigung vorzubereiten, da man ihn des R?ckfalles in die Ketzerei beschuldigte. Er wurde aber ernsthaft krank und starb am 8. September 1624. Sein Fall wurde nach seinem Tod fortgesetzt. Er wurde zu einem r?ckf?lligen Heretiker erkl?rt.
Sein K?rper wurde zusammen mit seinen Arbeiten am 21 Dezember 1624. auf dem Campo di Fiori Platz verbrannt. De Dominis ist sicherlich ungerechtlich vergessene Genie, ein Geistlicher, Abtr?nnigen und Wissenschaftler, wie in Encyclopedia Britannica bezeichnet.
 

Zusammengestellt: Kristina Maskarin
Lesegeraet: Sindler Wilhelm

Quellen der Informationen:

- das Galileoprojekt, Indianauniversitaet
- Project Canterbury, Ein Brief geschickt von Antonio de Dominis zum Patriarch Cyril von
Alexandria ( englisch)
- die katholische Enzyklopaedie, V
- Henry Newland, das Leben und  gleichzeitige die Kirchegeschichte von Antonio de D., Archbishop von Spalato
-  Ansammlung Arbeiten ueber Marco Antonio de Dominis und die  wissenschaftliche Vergangenheit der Insel Rab
- Enzyklopaedie Brittanica
- Rapski zbornik
- I.Martinovic auf wissenschaftlichen Arbeiten von M.A. de Dominis ( nur auf kroatisch)



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  • A manifestation of the motives by Marco Antonio De Dominis
  • Marcus Antonius de Dominis Gospodnetic, Archiepiscopus Spalatensis,

  • Dalmatiae et Croatiae Primas, 1560-1624 by Nenad Grisogono
  • De Dominis, 1560-1624 :  Venetian, Anglican, ecumenist, and relapsed

  • heretic, by Noel Malcolm
  • A proclamation with a briefe answere, 1611

  • by Joseph Cresswell


    Siehe auch folgende Projekte;
  • http://www.lerotic.de/dominis/
  • project de Dominis at the Art academy Split

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